Umsetzungsentscheid: Schweizweit einheitlich per 2024

Kick-off zur verbundpartnerschaftlichen Umsetzungsvorbereitung



Die MEM-Berufsrevision ist ein Grossprojekt mit weitreichenden Auswirkungen auf die Berufliche Grundbildung in der MEM-Branche. Um die betroffenen Akteure direkt in die Umsetzung einzubinden und die Projektrisiken zu minimieren, hatte die Projektträgerschaft eine pilotierte und damit etappierte Umsetzung in einzelnen Pilotregionen beantragt. Dieser Antrag wurde vom SBFI nach eingehender Prüfung aufgrund rechtlicher Vorbehalte abgelehnt. Die Projektträger der MEM-Berufsreform planen die Umsetzung nun entsprechend ohne Pilotierung und schweizweit einheitlich fürs Jahr 2024. Gleichzeitig wird der Start neuer Teilprojekte für die Umsetzungsphase angegangen.


Ziel der geplanten Pilotumsetzungen war es, das Bildungsmodell in einem überschaubaren Rahmen zu testen und Erkenntnisse rasch und praxisnah in die Umsetzung einfliessen zu lassen. Das SBFI äusserte gegenüber der Pilotierung juristische und arbeitsmarktliche Vorbehalte. Da sich diese im geplanten Projektrahmen nicht vollständig beseitigen liessen, lehnte das SBFI den Antrag zur schrittweisen Einführung der reformierten beruflichen Grundbildungen ab. Die Projektträger bedauern den Wegfall dieser Option, akzeptieren jedoch den Entscheid des SBFI. Die Umsetzung und die Einführung der neuen Berufsbilder erfolgt nun schweizweit einheitlich im Jahr 2024. Der Projektplan wurde entsprechend angepasst.

Start der Umsetzungsvorbereitungsarbeiten mit neuen Teilprojekten

Zur Vorbereitung der schweizweiten Einführung werden in der nächsten Projektphase neue Teilprojekte lanciert. Für diese Vorbereitungsarbeiten legt die Trägerschaft grossen Wert auf eine verbundpartnerschaftliche Umsetzung.

Einen zentralen Baustein bilden dabei die Lehr- und Lernmedien, welche zusammen mit den Betrieben, üK-Zentren und Berufsfachschulen erstellt werden. Ziel ist es, praxisgerechte Lehr- und Lernmedien zu entwickeln und ab Sommer 2024 schweizweit (d, f, i) zur Verfügung zu stellen. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Vertreterinnen und Vertretern der drei Lernorte und der Projekt-Trägerschaft soll dabei eine erfolgreiche Umsetzung mit Fokus auf Handlungskompetenz Orientierung ermöglichen.


Die Entwicklung der Modulinhalte wird ebenfalls zeitnah in Angriff genommen. Dabei werden für die definierten Lernziele konkrete Inhalte erstellt, welche den Kompetenzerwerb an den verschiedenen Lernorten ermöglichen und fördern sollen. Damit die Modulinhalte den Lernorten spezifisch zugewiesen werden können, entwickelt die Trägerschaft einen Modulbaukasten. Dieser deckt alle Handlungskompetenzen des Qualifikationsprofils sowie die Leistungskriterien des Bildungsplans ab.


Ein weiteres wichtiges Element für eine erfolgreiche Umsetzung bilden die berufspädagogische Ausbildung sowie das methodisch-didaktische Konzept. Damit sollen die Grundlagen gelegt werden für die Planung, Ausarbeitung, Reflexion und Weiterentwicklung der Ausbildungssequenzen in Betrieben, üK-Zentren sowie im Berufsfachschul-Unterricht. Die genannten Konzepte werden jeweils in Zusammenarbeit mit den betroffenen Akteuren erstellt.


Finalisierung Bildungserlasse


Nebst den oben erwähnten Teilprojekten liegt der Hauptfokus in den nächsten Monaten selbstredend auf der «Berufsentwicklung». Die zu erstellenden Bildungserlasse (Qualifikationsprofil, Bildungspläne, Bildungsverordnung) dienen als Basis für die weiteren Teilprojekte und werden nach der Anhörung beim SBFI als Antrag eingereicht.

Die entsprechenden Arbeitsgruppen für die Erarbeitung der Bildungserlasse sind gebildet worden, wobei auf eine ausgewogene Vertretung der verschiedenen Lernorte und Unternehmenstypen geachtet wurde. Die Arbeitsgruppen sind unter www.futuremem.swiss/organisation > Arbeitsgruppen Bildungserlasse einsehbar. Aufgrund des grossen Interesses konnten nicht alle Personen, die sich für eine Mitarbeit gemeldet haben, berücksichtigt werden. Wir bitten um Verständnis.


Informationsveranstaltung am 1. Juli 2021

An unserer geplanten Informationsveranstaltung vom Donnerstag, 01.07.2021, geben wir Ihnen gerne weitere Informationen zu den genannten Teilprojekten, zum Ausbildungskonzept und dem Entwicklungsstand der Qualifikationsprofile.

Den angepassten Projektplan und die Projektorganisation haben wir für Sie auf www.futuremem.swiss publiziert. Weitere Informationen und den Zugangslink zu unserer Informationsveranstaltung schalten wir rechtzeitig auf der Website auf.

Über den Verlauf der weiteren Projektschritte werden wir Sie regelmässig informieren.

Für Fragen stehen wir Ihnen seitens Projektleitung gerne zur Verfügung.

Thomas Schumacher, Swissmem

Roland Stoll, Swissmechanic Jörg Aebischer, eduxept AG, externer Projektleiter




Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Online-Info-Veranstaltung: 1. Juli 2021

Am Donnerstag, 01. Juli 2021, von 16:00 bis 17:30 Uhr informiert die Projektleitung zum aktuellen Stand der Reform. Der Fokus liegt auf den verschiedenen Teilprojekten, dem Ausbildungskonzept und dem