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FUTUREMEM

Ein Projekt von
Swissmem und
Swissmechanic

Projekt-Unterstützung
Staatsekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) 

 

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AUSGANGSLAGE

Über die
Reform

 

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) ist eine facettenreiche und innovative Hightech-Branche. Mit rund 320'000 Beschäftigten nimmt als grösste industrielle Arbeitgeberin in der schweizerischen Volkswirtschaft eine Schlüsselstellung ein.

Die MEM-Industrie ist neben branchenspezifischem Wandel, wie beispielsweise steigender Automatisierung und raschem technologischem Fortschritt, auch mit allgemeinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen konfrontiert. Ein zentraler Aspekt für die produzierende Industrie ist die Digitalisierung horizontal entlang der Wertschöpfungskette und vertikal in der Unternehmenshierarchie. Unterschiedliche Methoden und digitale Technologien ermöglichen die Erschliessung neuer Potenziale aus der Vernetzung von Menschen, Produkten, Maschinen, Systemen, Servicedienstleistungen und Unternehmen.


Diese Potenziale sollen auch in der MEM-Industrie in Zukunft voll ausgeschöpft werden. Obwohl schon viele Unternehmen einen hohen Automatisierungsgrad aufweisen und viele informatische Systeme nutzen, wird die  Digitalisierung veränderte und teilweise auch neue Kompetenzen von ihren Fachleute erfordern. Dadurch werden Unternehmen und damit deren Mitarbeitende mit veränderten und teilweise auch steigenden Anforderungen konfrontiert.

Die rechtzeitige Entwicklung und Anpassung eines qualitativ hochstehenden Aus- und Weiterbildungsangebots ist daher für den Erhalt und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit auf den globalen Märkten auch im Inland von zentraler Bedeutung.
Die berufliche Grundbildung wird aufgrund der Bedürfnisse der Arbeitswelt entwickelt und periodisch auf wirtschaftliche, technologische, ökologische, gesellschaftliche und didaktische Entwicklungen hin überprüft und gegebenenfalls angepasst. Bis ins Jahr 2023 sollen sämtliche heutigen acht technischen MEM-Berufe einer Überprüfung unterzogen und mit den für die Zukunft notwendigen Anpassungen umgesetzt sein. Das Projekt wird ergebnisoffen angegangen, was bedeutet, dass Anpassungen des Ausbildungsmodells und der Berufsstruktur möglich sind.

 

ZIELE - QUANTITATIV

Ziele der
Reform

 

Im Jahr 2027 sollen für die technischen MEM-Berufe folgende quantitativen Ziele erreicht sein:

• Die Zahl der Lehrverhältnisse soll 18‘000 betragen (Niveau 2009)

• Die Ausbildungsquote soll im Branchendurchschnitt mindestens 6 % betragen (Niveau 2014)

• Die Frauenquote soll über alle Grundausbildungen doppelt so hoch sein wie heute.

 

ZIELE QUALITATIV

Im Jahr 2027 sollen für die technischen MEM-Berufe folgende qualitativen Ziele erreicht sein:
 

• Anpassung der Ausbildungen an veränderte und sich wandelnde Umfeldbedingungen:
 

  • Technologische Entwicklungen (Digitalisierung, neue Fertigungsverfahren, Automation/Mechatronik, Robotik, Vernetzung der Produktionsprozesse in der Wertschöpfungskette, Programmierung, Virtual Reality, Internet der Dinge, Miniaturisierung etc.)

  • Wirtschaftliche Entwicklungen (Strukturveränderungen, Internationalisierung, Interkulturalität, Mobilität, Kompetenznachfrage etc.)

  • Arbeitsmarktliche Veränderungen (Immigration, Grenzgänger, Umschulung, Erwachsenenlehre etc.)

  • Gesellschaftliche Veränderungen (Demographie, Grundschule, Akademisierung, Jugendverhalten, Flexibilisierung Arbeitszeit und Arbeitsmodelle, zu geringe Nachfrage der MEM-Berufe durch Schüler der A-Stufe etc.)
     

• Anpassung an neues Lernverhalten sowie neue Lehr- und Lernmethoden

• Verbesserung der Anschlussfähigkeit der beruflichen Grundbildung an die höhere Berufsbildung (z.B. durchgängiges Kompetenzmodell)

• Förderung der Attraktivität und des Image der beruflichen Grundbildungen der MEM-Branche für die Zielgruppen

• Verbesserung des Zugangs von Jugendlichen aus der mittleren Bildungsstufe und von Mädchen in die technischen MEM-Berufe

• Verbesserung der Kooperation zwischen den drei Lernorten Betrieb, überbetriebliche Kurse und Berufsfachschulen

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